Sonnenallergie oder Sonnenbrand?

Sonnenallergie oder Sonnenbrand?

Einen Sonnenbrand kann jeder bekommen – eine Sonnenallergie hingegen tritt nur bei Menschen auf, die anfällig dafür sind. Doch wie lassen sich die Hautveränderungen unterscheiden?

Typische Symptome bei Sonnenallergie und Sonnenbrand im Vergleich

Es gibt verschiedene Formen von „Sonnenallergien“. Am weitesten verbreitet ist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose. Sie betrifft hierzulande bis zu 20 Prozent der Bevölkerung. Die Symptome lassen sich in der Regel gut von einem Sonnenbrand unterscheiden.

KennzeichenSonnenbrandSonnenallergie
Symptome
  • Flächige Hautrötung
  • Brennen, Spannen, Juckreiz
  • Bei schwerem Sonnenbrand: Blasenbildung
  • Fleckige Hautrötungen
  • Starker Juckreiz
  • Bläschen, Knötchen oder Pusteln
Betroffene Regionen
  • Stirn, Ohren, Nasenrücken
  • Bei Männern: Glatze
  • Schultern und Dekolleté
  • Rücken
  • Bauch
  • Oberschenkel
  • Fußrücken
  • Seitliche Gesichtspartien
  • Dekolleté
  • Arme
  • Handrücken
  • Oberschenkel
Erste Beschwerden
  • 3 bis 5 Stunden nach Sonneneinwirkung
  • Stunden oder Tage nach Sonneneinwirkung
Besonderheiten
  • Nach Abklingen des Sonnenbrands schält sich die Haut oftmals
  • Tritt im Frühsommer oder bei Reisen in die Sonne auf
  • Oft kommt es im Verlauf der Sommersaison zu einem Gewöhnungseffekt

Gut zu wissen: Es gibt andere Formen der Sonnenallergie, bei denen neben der UV-Strahlung auch bestimmte weitere Auslöser eine Rolle spielen. So erhöhen zum Beispiel bestimmte Substanzen in Kosmetika oder Medikamenten die Lichtempfindlichkeit der Haut. In der Folge lösen UV-Dosen, die normalerweise gut vertragen werden, plötzlich sonnenbrandähnliche Hautreaktionen aus. In diesem Falle ähneln die Symptome tatsächlich einem herkömmlichen Sonnenbrand.

Hätten Sie's gewusst?

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung leidet hierzulande an einer Sonnenallergie.

Die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose stellt mit 90 % aller lichtbedingten Hauterkrankungen die häufigste „Sonnenallergie“ dar.

Während ein Sonnenbrand überwiegend durch UV-B-Strahlung hervorgerufen wird, ist bei Sonnenallergien meist die UV-A-Strahlung der Auslöser.

UV-A-Licht gelangt auch durch Fensterscheiben, daher können Sonnenallergie-Symptome auch nach langen Autofahrten auftreten.

Fette und Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln sind ein häufiger Auslöser der sogenannten Mallorca-Akne.

Duft- und Farbstoffe in Kosmetika sowie bestimmte Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen und in Kombination mit UV-Licht zu sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen führen.

Am häufigsten tritt die Sonnenallergie in den Monaten zwischen März und Juni auf – bei Touristen auch außerhalb der „Saison“.

Meist kommt es während des Sommers zu einem Gewöhnungseffekt – die Reaktion der Haut auf die Sonne ist dann weniger stark oder bleibt ganz aus.

Sonnenallergie-Geplagte sollten fett- und emulgatorfreie Sonnenschutzmittel und Körperpflegeprodukte verwenden.

Sonnenallergie: Formen im Überblick

Polymorphe Lichtdermatose

Polymorphe Lichtdermatose

Wenn die Haut im Frühjahr oder in den ersten Tagen des Strandurlaubs mit einem juckenden Hautausschlag auf die Sonne reagiert, liegt wahrscheinlich diese Form der Sonnenallergie vor: Die Polymorphe Lichtdermatose. Sie betrifft bis zu 20 Prozent der Bevölkerung in Mitteleuropa, Skandinavien und den USA – meist Frauen. Das Leitsymptom ist der unangenehme Juckreiz. Aber auch die Bläschen, Knötchen und Rötungen sind lästig und unschön anzusehen. Die genauen Ursachen sind noch unbekannt. Man geht allerdings davon aus, dass bei Betroffenen UV-A-Licht eine Entzündungsreaktion in der sonnenentwöhnten Haut auslöst.

Mallorca-Akne

Mallorca-Akne

Bei dieser Form der „Sonnenallergie“ handelt es sich um eine phototoxische Lichtdermatose. Die stark juckenden Hautveränderungen ähneln dem Erscheinungsbild einer Akne. Allerdings sind in diesem Fall keine „Mitesser“ der Ausgangspunkt der Hautveränderungen, sondern eine lichtbedingte Entzündungsreaktion in der Haut. Ausgelöst werden die stark juckenden Hautveränderungen durch das Zusammenwirken von UV-A-Licht mit lichtinstabilen Fetten und Emulgatoren aus Pflegemitteln bzw. Sonnencremes. Auffällig ist, dass fast ausschließlich junge Frauen betroffen sind.

Sonnenallergie durch Kosmetika

Sonnenallergie durch Kosmetika

Verschiedene Inhaltsstoffe in Kosmetika können photoallergisch oder phototoxisch wirken. Das bedeutet, dass sie in Verbindung mit UV-Licht entweder eine allergische Reaktion der Haut auslösen können oder „giftig“ wirken und auf diese Weise Hautbeschwerden hervorrufen. Zu den problematischen Inhaltsstoffen zählen neben bestimmten UV-Filtern in Sonnenschutzmitteln auch Aroma- und Duftstoffe sowie antimikrobielle Substanzen, die in Seifen oder Kosmetika zum Einsatz kommen.

Fragen Sie im Zweifel Ihren Apotheker, welche Sonnenschutzmittel und Kosmetika für Sie geeignet sind.

Sonnenallergie durch Medikamente

Sonnenallergie durch Medikamente

Einige Medikamente können dazu führen, dass die Lichtempfindlichkeit der Haut steigt. Auf diese Weise können UV-Dosen, die normalerweise gut vertragen werden, bei Anwendung dieser Arzneimittel plötzlich zu sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen führen. Zu den kritischen Wirkstoffen zählen zum Beispiel bestimmte Antibiotika, einige Schmerzmittel, Johanniskraut und Antidepressiva. Manche Wirkstoffe können in Verbindung mit Sonnenlicht auch eine photoallergische Reaktion der Haut auslösen.

Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker und setzen Sie ärztlich verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab.

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